Ist die Traunsee-Tram noch zu retten?

Nach vernichtendem RH-Urteil fordert FPÖ-Gmunden sachliche Diskussion über Konsequenzen
Da der (geheime) Rohbericht des Rechnungshofs über den Bau der Traunsee-Tram nun durch die Medien verfrüht in der Öffentlichkeit bekannt geworden ist, erwartet die Öffentlichkeit auch jetzt schon, noch vor der Vorlage des Endberichts, dass alle diejenigen, die den Bau der Traunsee-Tram gegen einen großen Teil der Bevölkerung und trotz aller Warnungen unsererseits vorangetrieben haben, dazu Stellung beziehen.

FPÖ-Gmunden warnte von Anfang an vor der sogenannten „Durchbindung“
Seit dem Bekanntwerden des Projekts, die Straßenbahn mit der Traunsee-Tram zu verbinden, hat die FPÖ-Gmunden sich vehement dagegen ausgesprochen und in allen Gremien vor dieser sinnlosen Steuergeld-Verschwendung gewarnt. Nun hat der Rechnungshof uns zu 100% Recht gegeben. Wie man auch den OÖN entnehmen kann, urteilt der Rechnungshof, „dass die Traunsee-Tram niemals gebaut werden hätte dürfen.“

Konsequenzen müssen mit Experten erarbeitet werden.
Wir werden nicht zulassen, dass dieses vernichtende Urteil des Rechnungshofs ohne Konsequenzen bleibt und in den Schubladen des Gmundner Rathauses verschwindet. Wir erwarten, dass sofort Fachleute herangezogen werden und eine ernsthafte Diskussion darüber beginnt, welche Schritte gesetzt werden müssen, um den finanziellen Schaden so gering wie möglich zu halten. Denn auch in den folgenden Jahren werden die Betriebskosten für die Traunseetram das Zehnfache der Kosten für Elektrobusse betragen.

Offene Diskussion muss bestmögliche Lösung für die Gmundner Bevölkerung bringen.
Im besten Fall könnte der vernichtende Rechnungshof-Bericht die Initialzündung zu einer offenen parteiübergreifenden Diskussion sein, deren wichtigstes Ziel es ist, die beste Verkehrslösung für die Gmundnerinnen und Gmundner zu erarbeiten. Diese könnte zum Bespiel sein, dass wir beim Land OÖ ein kostenloses öffentliches Verkehrsnetz durchsetzen nach dem Beispiel von manchen deutschen Städten. Vielleicht stellt es sich aber auch als beste und billigste Lösung heraus, die Bahngarnituren zu verkaufen und dafür flexible und kostengünstigere E-Busse in Gmunden einzusetzen. Diese würden dann die Leute dort abholen können, wo sie wohnen und sie dorthin bringen, wohin sie wollen.